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Lesson 30

go
30 of 32 lessons

Lesson 30 English for German Speakers: A Latinum Institute Language Course

go - gehen

Einleitung

"Go" ist das englische Grundverb der Bewegung: das Wort, mit dem man sagt, dass jemand oder etwas sich von einem Ort wegbewegt oder auf ein Ziel zubewegt. "I go home." – Ich gehe nach Hause. "She goes to work by train." – Sie fährt mit dem Zug zur Arbeit. "Time goes fast." – Die Zeit vergeht schnell. Das Gegenstück ist "come" (kommen): "go" entfernt sich vom Sprecher oder vom Hörer, "come" bewegt sich auf ihn zu.

Auf den ersten Blick ist alles einfach, denn "go" und "gehen" sind Verwandte und bedeuten oft dasselbe. Aber "go" ist weiter als "gehen": Es sagt nichts über die Art der Bewegung. Das Deutsche muss wählen (gehen, fahren, fliegen, reisen, laufen), das Englische sagt "go" und fügt bei Bedarf das Mittel hinzu ("by train", "by plane", "on foot"). Außerdem hat "go" viele Aufgaben, die "gehen" nicht hat, und umgekehrt. Die Schwierigkeiten für Deutschsprachige liegen an sechs Stellen:

- Ein englisches Wort für viele deutsche: "I go to Paris" (ich fahre, fliege oder reise nach Paris), "I must go now" (ich muss jetzt gehen), "The train goes at six" (der Zug fährt um sechs ab), "Red goes with blue" (Rot passt zu Blau), "The milk went bad" (die Milch ist schlecht geworden), "Time goes by" (die Zeit vergeht), "How did it go?" (wie ist es gelaufen?). - Die unregelmäßigen Formen: go – goes – going – went – gone. Das Präteritum "went" hat mit "go" lautlich nichts zu tun. "Goed" und "gonned" gibt es nicht. - "Gone" ist nicht "been": "He has gone to Berlin" heißt, dass er jetzt dort ist. "He has been to Berlin" heißt, dass er schon einmal dort war und zurück ist. Im Deutschen sind das zwei verschiedene Sätze („ist nach Berlin gefahren“ – „war schon in Berlin“), im Englischen zwei verschiedene Partizipien. - Das Perfekt mit "have": Das Deutsche bildet das Perfekt von "gehen" mit "sein" (ich bin gegangen). Das Englische benutzt immer "have": I have gone, nie "I am gone" als Perfekt. - Die Präposition und der Artikel: "go to the cinema", aber "go to school", "go to work", "go to bed", und ganz ohne Präposition "go home", "go there", "go abroad", "go upstairs". Wer "go to home" sagt, macht den häufigsten Fehler dieser Lektion. - Die Aussprache: "go" hat einen Zwielaut /ɡəʊ/ (britisch) bzw. /ɡoʊ/ (amerikanisch), kein reines langes [ɡoː]. "Goes" endet auf stimmhaftes /z/, nicht auf [s], und "gone" reimt sich auf "on", nicht auf "bone".

Herkunft: "Go" kommt vom altenglischen "gān" und geht über urwestgermanisch gān auf urgermanisch gāną zurück, dessen Wurzel im Indogermanischen "weggehen, verlassen" bedeutet. Verwandt ist das deutsche "gehen" (althochdeutsch und mittelhochdeutsch "gān, gēn"), ebenso niederländisch "gaan", schwedisch und dänisch "gå". Im Deutschen kommen "ging" und "gegangen" dagegen von einem anderen, verwandten Verb (althochdeutsch "gangan"); zu dieser Familie gehört im Englischen das Hauptwort "gang" (altenglisch "gang", eine Gehbewegung, ein Weg), das noch in "gangway" lebt (ein Gang, eine Laufplanke), ursprünglich "gang" + "way". Das Präteritum "went" war ursprünglich das Präteritum eines anderen Verbs, altenglisch "wendan" (sich wenden, gehen; verwandt mit deutsch "wenden"): Im 15. Jahrhundert löste es die alte Form "yode" ab. Das Partizip "gone" geht auf altenglisch "gegān" zurück. Auch das Wort "ago" (vor …) ist ein Verwandter: Es war ursprünglich das Partizip "agone" („vergangen“) von altenglisch "āgān" (weggehen, vergehen). "Three years ago" heißt also wörtlich „drei Jahre vergangen“.

Was bedeutet "go" auf Deutsch? Der Bewegung nach "gehen", "fahren", "fliegen", "reisen" (go to school, go by car, go by plane), dem Weggehen nach "gehen", "losgehen", "abfahren" (I must go. The train goes at six.), dem Zweck nach "gehen" mit Tätigkeit (go swimming – schwimmen gehen, go shopping – einkaufen gehen), der Veränderung nach "werden" (go mad – verrückt werden, go bad – schlecht werden), dem Verlauf nach "laufen", "verlaufen" (How did it go?), dem Zusammenpassen nach "passen", "gehören" (Red goes with blue. Where does this go?), der Zeit nach "vergehen" (Time goes by). Außerdem steht "go" in vielen festen Wendungen: Let's go! (Los geht's! Gehen wir!), go ahead (nur zu), go on (weitermachen), go away (weggehen), go back (zurückgehen), go out (ausgehen), on the go (unterwegs, immer in Bewegung), it goes without saying (das versteht sich von selbst).

Kernpunkte:

- "Go" nennt die Bewegung weg vom Sprecher oder auf ein Ziel zu. Die Art der Bewegung wird mit "by" oder "on foot" hinzugefügt: go by bus (mit dem Bus fahren), go on foot (zu Fuß gehen). Das Gegenstück ist "come". - Formen: go, goes /ɡəʊz/, going, went, gone. Nach "do", "does", "did", "will", "can", "must" und nach "let's" steht immer "go", nie "went" oder "goes". - Ziel: go to + Ort (go to Paris, go to the cinema); ohne "to": go home, go there, go abroad, go upstairs. Ohne Artikel: go to school, go to work, go to bed. - Tätigkeit: go + -ing (go swimming, go shopping, go skiing); einmaliger Ausflug: go for a walk, go for a swim. - "Gone" heißt „fort, weg“ (he has gone to Berlin); "been" heißt „dort gewesen und wieder zurück“ (he has been to Berlin). - Das Perfekt wird mit "have" gebildet (has gone), nicht mit "be". Das einfache Präteritum "went" steht, wenn die Zeit genannt wird: I went to Paris last year. - Aussprache: britisch /ɡəʊ/, amerikanisch /ɡoʊ/ (Zwielaut); goes /ɡəʊz/; going /ˈɡəʊɪŋ/; went /wɛnt/; gone britisch /ɡɒn/, amerikanisch meist /ɡɔːn/.

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Aussprachehilfe

"Go": britisch /ɡəʊ/, amerikanisch /ɡoʊ/. Das Wort hat zwei Laute: das stimmhafte /ɡ/ und einen Zwielaut (Diphthong).

Der Zwielaut ist der erste Stolperstein. Das deutsche "o" in "so" oder "Boot" ist ein reiner, langer Vokal [oː]: Die Lippen bleiben die ganze Zeit in derselben Stellung. Das englische /əʊ/ bzw. /oʊ/ beginnt britisch mit einem mittleren Vokal /ə/, amerikanisch mit einem o-artigen Laut, und gleitet zu einem kurzen /ʊ/ hin: Die Lippen runden sich während des Sprechens. Wer [ɡoː] sagt, klingt für englische Ohren wie ein Deutscher, der ein anderes Wort sagt. Übung: Sprechen Sie „go-u“ und lassen Sie das „u“ ganz kurz und schwach. Dieselbe Gleitbewegung steht in "no", "so", "show", "know", "though" und "low".

Das /ɡ/ am Anfang ist stimmhaft und wird nicht gehaucht. "Goes": britisch /ɡəʊz/, amerikanisch /ɡoʊz/. Das Wort endet auf stimmhaftes /z/. Im Deutschen werden Konsonanten am Wortende stimmlos gesprochen (Auslautverhärtung: „Rad“ klingt wie „Rat“); im Englischen bleibt das /z/ stimmhaft. Wer [ɡoːs] sagt, sagt für englische Ohren ein anderes Wort. Reimwörter: goes – nose – those – shows – knows – rose. Achtung: "goes" /ɡəʊz/ und "does" /dʌz/ werden fast gleich geschrieben, aber nicht gleich gesprochen.

"Going": britisch /ˈɡəʊɪŋ/, amerikanisch /ˈɡoʊɪŋ/. Zwei Silben, Betonung auf der ersten. Der Auslaut /ŋ/ ist ein Nasal wie in deutsch „Ding“; es folgt kein /ɡ/ und kein /k/: nicht [ˈɡoːɪŋɡ], nicht [ˈɡoːɪŋk]. In ganzen Sätzen wird "going to" (Zukunft) häufig zu "gonna" /ˈɡʌnə/ verkürzt: "I'm gonna call her." Das ist gesprochene, lockere Sprache; geschrieben steht "going to".

"Went": /wɛnt/. Der Anlaut /w/ wird ohne Zahnkontakt gesprochen, mit gerundeten Lippen, wie in "what" (Lektion 27); nicht [vɛnt]. Der Vokal ist kurz und offen wie in deutsch „Bett“.

"Gone": britisch /ɡɒn/, amerikanisch meist /ɡɔːn/ (regional /ɡɑːn/). Der Vokal ist nicht der Zwielaut von "go". Das Wort reimt sich britisch auf "on", "John" und "con", amerikanisch auf "dawn" und "lawn". Es reimt sich nicht auf "bone" /bəʊn/. Wer "gone" mit dem Zwielaut von "go" spricht (/ɡəʊn/), sagt ein anderes Wort.

Betonung. Im Satz trägt das Verb "go" den Ton, wenn es die Neuigkeit ist: "I must GO." /aɪ mʌst ˈɡəʊ/. Am Satzende ist es immer voll betont: "Where are you going?" /ˌweər ə ju ˈɡəʊɪŋ/. In "Let's go!" /lɛts ˈɡəʊ/ liegt der Ton auf "go".

Nicht verwechseln: go /ɡəʊ/ – goal /ɡəʊl/ (Tor) – gold /ɡəʊld/ – gone /ɡɒn/ – gun /ɡʌn/ – gown /ɡaʊn/ (Kleid, Talar) – grow /ɡrəʊ/ (wachsen). Reimwörter zu "go" (britisch und amerikanisch): go – no – so – show – know – though – low – slow.

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Teil A (Detaillierte Deutsch-Englische Interlinearübersetzung)

30.1 I Ich go gehe home nach-Hause

30.2 We Wir go gehen to zur school Schule

30.3 Let's Lass-uns go gehen

30.4 Go Geh away weg

30.5 Where Wohin are [–] you du going gehst

30.6 He Er goes fährt to zur work Arbeit by mit train dem-Zug every jeden day Tag

30.7 She Sie went ist-gefahren to nach Paris Paris last letztes year Jahr

30.8 We Wir are [–] going gehen to ins the [–] cinema Kino tonight heute-Abend

30.9 His Sein brother Bruder has ist gone gefahren to nach Berlin Berlin

30.10 Anna Anna is ist not nicht here hier. She Sie has ist gone ausgegangen out [–]

30.11 When Als I ich was war young jung I ich went bin-gegangen swimming schwimmen every jeden Sunday Sonntag

30.12 The Die milk Milch has ist gone geworden bad schlecht so also I ich will [–] not nicht drink trinke it sie

30.13 How Wie did ist the die exam Prüfung go gelaufen? It Sie went ist-gelaufen well gut

30.14 Red Roter wine Wein goes passt well gut with zu meat Fleisch but aber white weißer wine Wein goes passt better besser with zu fish Fisch

30.15 If Wenn you Sie go gehen straight geradeaus on [–] you Sie will [–] find finden the den station Bahnhof on [–] the [–] left links

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Teil B (Vollständige englische Sätze mit deutscher Übersetzung)

30.1 I go home. Ich gehe nach Hause.

30.2 We go to school. Wir gehen zur Schule.

30.3 Let's go! Gehen wir! (auch: Los geht's!)

30.4 Go away! Geh weg!

30.5 Where are you going? Wohin gehst du? (auch: Wohin fährst du?)

30.6 He goes to work by train every day. Er fährt jeden Tag mit dem Zug zur Arbeit.

30.7 She went to Paris last year. Sie ist letztes Jahr nach Paris gefahren.

30.8 We are going to the cinema tonight. Wir gehen heute Abend ins Kino.

30.9 His brother has gone to Berlin. Sein Bruder ist nach Berlin gefahren (und ist noch dort).

30.10 Anna is not here. She has gone out. Anna ist nicht hier. Sie ist ausgegangen.

30.11 When I was young, I went swimming every Sunday. Als ich jung war, bin ich jeden Sonntag schwimmen gegangen.

30.12 The milk has gone bad, so I will not drink it. Die Milch ist schlecht geworden, also trinke ich sie nicht.

30.13 How did the exam go? It went well. Wie ist die Prüfung gelaufen? Sie ist gut gelaufen.

30.14 Red wine goes well with meat, but white wine goes better with fish. Roter Wein passt gut zu Fleisch, aber weißer Wein passt besser zu Fisch.

30.15 If you go straight on, you will find the station on the left. Wenn Sie geradeaus gehen, finden Sie den Bahnhof links.

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Teil C (Nur englischer Text)

30.1 I go home.

30.2 We go to school.

30.3 Let's go!

30.4 Go away!

30.5 Where are you going?

30.6 He goes to work by train every day.

30.7 She went to Paris last year.

30.8 We are going to the cinema tonight.

30.9 His brother has gone to Berlin.

30.10 Anna is not here. She has gone out.

30.11 When I was young, I went swimming every Sunday.

30.12 The milk has gone bad, so I will not drink it.

30.13 How did the exam go? It went well.

30.14 Red wine goes well with meat, but white wine goes better with fish.

30.15 If you go straight on, you will find the station on the left.

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Teil D (Grammatische Erklärung)

Dies sind die Regeln für "go" im Englischen:

1. Grundfunktion. "Go" bezeichnet die Bewegung von einem Punkt weg oder auf ein Ziel zu, ohne zu sagen, wie man sich bewegt. Das Verb ist intransitiv: Es hat kein Akkusativobjekt. Nach "go" steht entweder ein Ort mit "to" (30.2, 30.7), ein Ortsadverb (home, there, abroad, upstairs; 30.1) oder eine Richtungsangabe mit einer anderen Präposition ("go from platform four", "go through the park", "go along the beach"). Falsch ist "go the station"; richtig ist "go to the station".

2. Die Formen. Gegenwart: I go, you go, he/she/it goes, we go, they go. Die Endung ist -es (nicht -s), wie bei "does": he goes (30.6). Vergangenheit: went für alle Personen (30.7, 30.11, 30.13). Partizip: gone (30.9, 30.10, 30.12). -ing-Form: going (30.5, 30.8). Die Formen von "go" und "went" sind ganz verschieden; "went" ist die einzige Form, die Sie auswendig lernen müssen. Falsch sind "goed", "wented", "I have went" und "I have go". Merken Sie: Nach "have" steht "gone", nicht "went". Nach "did", "does", "do", "will", "can", "must" und "let's" steht die Grundform "go": "Did you go?" (nicht "did you went"), "Let's go" (30.3), "I will go".

3. Wohin? Das Ziel nennt man mit "to": "go to Paris" (30.7), "go to the cinema" (30.8), "go to Berlin" (30.9). Ohne "to" stehen die Ortsadverbien home, there, here, abroad, upstairs, downstairs, inside, outside: "go home" (30.1), "go there" (30.20), "go abroad", "go upstairs". Falsch ist "go to home" – das ist der häufigste Fehler deutscher Lerner, weil „nach Hause“ im Deutschen eine Präposition hat. Ohne Artikel stehen Orte, die man nach ihrem Zweck nennt: go to school (30.2), go to work (30.6), go to bed, go to church, go to prison. Mit Artikel stehen Orte, die man als Gebäude meint: go to the cinema (30.8), go to the bank, go to the station (30.17). Die britische und die amerikanische Gewohnheit unterscheiden sich: "go to hospital" und "go to university" (britisch) – "go to the hospital" und "go to college" (amerikanisch).

4. Gehen, fahren, fliegen. Das Deutsche wählt das Verb nach dem Verkehrsmittel; das Englische sagt "go" und fügt das Mittel mit "by" hinzu: "go by train" (30.6), "go by bus", "go by car", "go by plane", "go by bike". Zu Fuß heißt "on foot": "go to school on foot" – oder, kürzer, "walk to school". Daneben gibt es genauere Verben: "walk" (zu Fuß gehen), "drive" (ein Auto fahren, selbst am Steuer), "ride" (Fahrrad, Pferd), "fly" (fliegen), "travel" (reisen). "Go" ist immer richtig und fast immer die erste Wahl. Das Deutsche braucht bei Verkehrsmitteln das Verb „fahren“ (30.6, 30.18, 30.20, 30.21); das Englische braucht dort nur "go". Auch ein Zug oder ein Bus „fährt“ im Englischen: "The train goes to Manchester." (30.21).

5. "Go" und "come". "Go" bewegt sich vom Sprecher weg oder zu einem Ort, an dem er nicht ist: "I'm going to the shop." "Come" bewegt sich auf den Sprecher oder den Hörer zu: "Are you coming to the party?" („Kommst du auf die Party?“, nicht "Are you going to the party?", wenn der Sprecher selbst dort sein wird). Wenn jemand Sie ruft ("Dinner's ready!"), antworten Sie "I'm coming!", nicht "I'm going!". Das Deutsche wählt hier oft „gehen“, wo das Englische „kommen“ verlangt.

6. "Gone" und "been". "He has gone to Berlin" (30.9) bedeutet: Er ist nach Berlin gefahren und ist noch dort (oder unterwegs). "He has been to Berlin" bedeutet: Er war schon einmal dort und ist zurück. "Have you ever been to London?" (Warst du schon einmal in London?). Die Frage "Have you ever gone to London?" würde etwas anderes bedeuten und ist ungewöhnlich. Dieselbe Unterscheidung zeigt 30.10: "She has gone out" – sie ist weg und noch nicht zurück. "Gone" kann auch als Adjektiv stehen: "The cake is gone." (Der Kuchen ist weg.); "He is gone" sagt, wo jemand jetzt ist (nicht mehr da), und kommt vor allem als Zustandsangabe vor. Das Perfekt als Zeitform bildet man mit "has/have gone".

7. Zeiten. Das Deutsche sagt im Gespräch „ich bin gegangen“ und meint ein abgeschlossenes Ereignis in der Vergangenheit. Das Englische braucht dafür das einfache Präteritum, wenn die Zeit genannt wird oder aus dem Zusammenhang klar ist: "She went to Paris last year." (30.7), "I went swimming every Sunday." (30.11), "She went to the station." (30.17). Das Perfekt "has gone" steht, wenn das Ergebnis jetzt zählt (30.9, 30.10, 30.12) und keine Zeit genannt wird. Falsch ist "She has gone to Paris last year." Für die Gegenwart: "Where are you going?" (30.5) fragt nach dem, was Sie gerade tun oder vorhaben; "Where do you go on holiday?" fragt nach der Gewohnheit. Die Verlaufsform kann auch einen Plan bezeichnen: "We are going to the cinema tonight." (30.8). Die Zukunft mit "be going to" nennt eine Absicht oder etwas, das bereits sichtbar ist: "I'm going to call Anna." (Ich rufe Anna an. Ich will Anna anrufen.), "Look at the sky: it's going to rain." Fragen und Verneinungen mit "go" bilden sich mit "do": "Does this train go there?" (30.20), "He does not go to school today.", "Did you go?". Falsch sind "Goes this train there?" und "He goes not".

8. Go + -ing und go for. Für Tätigkeiten, die man irgendwo ausübt, steht "go" + -ing: go swimming (30.11), go shopping (einkaufen gehen), go fishing, go skiing, go running, go dancing, go camping. Das Deutsche hat denselben Aufbau mit dem Infinitiv („schwimmen gehen“); das Englische setzt die -ing-Form und kein "to": falsch sind "I went to swim" (das heißt „ich ging, um zu schwimmen“) und "I went swim". In 30.27 folgt auf "too cold" der Infinitiv mit "to": "too cold to go swimming". Ein einzelner Ausflug heißt "go for a" + Hauptwort: "go for a walk" (30.26), "go for a swim", "go for a run", "go for a drink". Das Deutsche sagt „spazieren gehen“, „schwimmen gehen“.

9. "Werden": go + Adjektiv. Wenn sich ein Zustand zum Schlechten verändert, steht "go" + Adjektiv: "The milk has gone bad." (30.12), "go mad" (verrückt werden), "go blind" (erblinden), "go grey" (grau werden), "go wrong" (schiefgehen), "go quiet" (still werden), "go pale" (blass werden). Das Deutsche sagt „werden“. Bei freundlichen oder neutralen Veränderungen sagt das Englische meist "become" oder "get": "get tired", "become famous". Nach "go" steht ein Adjektiv, kein Adverb: "go mad", nicht "go madly".

10. Der Verlauf: "How did it go?" Wenn man fragt, wie etwas verlaufen ist, steht "go": "How did the exam go?" – "It went well." (30.13), "How is it going?" („Wie läuft es?“). Das Deutsche sagt hier „laufen“ oder „gehen“. Daraus entsteht die Begrüßung "How's it going?" für „Wie geht's?“. "How goes it?" ist veraltet. Der Satz „Es geht mir gut“ heißt nicht "It goes me well"; er heißt "I am fine" oder "I am well". Das deutsche „Wie geht es dir?“ ist "How are you?". Genauso steht „Das geht nicht“ für "That is not possible" oder "That won't work" (nicht "That doesn't go"). „Es geht um …“ heißt "It is about …" (What is it about? – nicht "What goes it about?").

11. "Passen" und "gehören": "go with". "Go with" bedeutet „passen zu“: "Red wine goes well with meat." (30.14), "This tie goes with that shirt." "Go" kann auch den Platz nennen, an den etwas gehört: "Where does this go?" (Wohin gehört das?), "The books go on the top shelf." Nach "goes with" folgt keine "to": falsch ist "goes to meat".

12. Zeit und Ablauf: "go by". Die Zeit vergeht: "Time goes so fast." (30.29), "Time goes by." Eine Woche, ein Jahr "vergeht": "A year went by." Das Gleiche mit "pass" ist möglich, aber "go by" ist die häufigere Wendung.

13. Abfahren. Für Verkehrsmittel, die losfahren, steht "go" in der Bedeutung „abfahren“: "The train goes at six." (Der Zug fährt um sechs ab.), "Your train goes from platform four in two minutes." (30.22), "The train was just about to go." (30.23). Genauer sind "leave" und "depart", aber "go" ist im Alltag üblich. Nach "from" steht der Ausgangspunkt (Lektion 29).

14. Verbindungen mit Partikeln (phrasal verbs). "Go" bildet viele Verbindungen mit einer Partikel: go away (weggehen, 30.4), go back (zurückgehen, 30.28), go out (ausgehen, 30.10), go in (hineingehen), go on (weitermachen; passieren: "What's going on?" – was ist los?), go ahead (nur zu), go through (durchgehen, durchmachen), go over (durchsehen), go up/down (hinauf-/hinuntergehen, steigen/fallen). Auch "go straight on" (30.15) ist eine solche Verbindung: geradeaus gehen. Die Partikel gehört zum Verb und trägt oft den Ton: "Go AWAY!". 15. Das Verb nach "go" und die Verben vor "go". Nach "want", "decide", "have", "need", "be able" steht "to go": "She decided to go to the coast." (30.16), "I want to go." Nach Modalverben und "let's" steht "go" allein (30.3). Nach Präpositionen steht die -ing-Form: "before going", "instead of going". Das Hauptwort "go" kommt in "have a go" (britisch: versuchen) und im Ausdruck "on the go" (unterwegs, beschäftigt) vor; "a go" ist ein Versuch oder eine Runde im Spiel. "To go" bedeutet in "miles to go" (Teil F) „noch zu gehen“: eine Menge von Meilen, die vor einem liegt. Auch "to go" in "two coffees to go" (amerikanisch) heißt „zum Mitnehmen“.

Häufige Fehler:

- "I go to home." Richtig: "I go home." - "I have went to Berlin." Richtig: "I have gone to Berlin." / "I went to Berlin." - "She has gone to Paris last year." Richtig: "She went to Paris last year." - "I am gone to school." Richtig: "I have gone to school." / "I am going to school." / "I go to school." - "He goes not." Richtig: "He does not go." - "Goes this train to Leeds?" Richtig: "Does this train go to Leeds?" - "I went to swim." Richtig: "I went swimming." - "Let's to go." / "Let's going." Richtig: "Let's go." - "I go with the bus." / "I go with the train." Richtig: "I go by bus." / "I go by train." (Lektion 17: "with" nennt eine Begleitung oder ein Werkzeug, nicht das Verkehrsmittel.) - "It goes me good." / "How goes it you?" Richtig: "I am fine." / "How are you?" - "I go to the school." (für den Unterricht) Richtig: "I go to school." - "Are you going to the party?" (als Einladung, wenn der Sprecher dort sein wird) Besser: "Are you coming to the party?" - "He has been to Berlin" als „er ist jetzt dort“. Richtig: "He has gone to Berlin." - "go to a walk" / "go a walk". Richtig: "go for a walk." - "go madly" / "go crazily". Richtig: "go mad", "go crazy". - Aussprache: [ɡoː] mit reinem langem o, [ɡoːs] für "goes", "gone" wie "go-n", [vɛnt] für "went".

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Teil E (Kulturelle Anmerkung)

"Go" gehört zu den häufigsten Verben des Englischen. In der Frequenzliste dieses Kurses steht es an 30. Stelle, nach "from" und vor "or". Es ist im Register neutral und steht in der Umgangssprache ebenso wie in der Schrift.

Wie geht's? Im Englischen fragt man "How are you?" oder lockerer "How's it going?". Beide Fragen sind meist nur eine Begrüßung. Man antwortet kurz: "Fine, thanks. And you?" oder "Not bad." Ein Bericht über Gesundheit und Sorgen wird nicht erwartet. Im Deutschen ist „Wie geht's?“ oft eine echte Frage; im Englischen ist sie meist ein Gruß. Das deutsche „Es geht so“ entspricht "So-so" oder "Not bad".

Abfahrt und Start. Beim Wettlauf ruft man im britischen Englisch "Ready, steady, go!", im amerikanischen "Ready, set, go!" (Auf die Plätze, fertig, los!). Nach einer Bitte um Erlaubnis antwortet man mit "Go ahead." (Nur zu. Bitte sehr.): "May I sit here? – Go ahead." Zum Mut zuredend sagt man "Go for it!" (Los, versuch's!).

Zum Mitnehmen. In den USA fragt man im Café "Is that for here or to go?", und man antwortet "To go, please." (zum Mitnehmen). In Großbritannien sagt man eher "to take away" oder "takeaway". Das Wort „Coffee to go“ ist im Deutschen verbreitet. Im Englischen sagt man "a coffee to go" (amerikanisch) oder "a takeaway coffee" (britisch).

Ein Titel. Margaret Mitchells Roman "Gone with the Wind" (1936; die Verfilmung 1939) hat das Partizip dieser Lektion im Titel: „Vom Winde verweht“. "Gone" heißt hier „fort, verschwunden“.

Ein Sprichwort. "Easy come, easy go." (Wie gewonnen, so zerronnen.) Das Gegensatzpaar "come" und "go" kommt in Redensarten oft vor: "come and go" (kommen und gehen), "to and fro" (hin und her; Lektion 29).

Paare. "Go out with someone" heißt „mit jemandem ausgehen“ und im Alltag „mit jemandem zusammen sein, befreundet sein“: "They have been going out for two years." Wer „ausgehen“ im Sinne von „abends fortgehen“ meint, sagt ebenfalls "go out": "We go out on Friday." Wenn eine Lampe, ein Feuer oder ein Licht ausgeht, heißt es ebenfalls "go out": "The lights went out."

Ein Sperrgebiet. "No-go area" heißt ein Gebiet, das man nicht betreten soll (Sperrgebiet, Tabuzone). "It's a no-go" heißt: Das geht nicht.

Wendungen mit "go":

- Let's go! – Los geht's! Gehen wir! - go ahead – nur zu, mach weiter - go away – weggehen - go back – zurückgehen - go on – weitermachen; geschehen - What's going on? – Was ist los? - go out – ausgehen - go for a walk – spazieren gehen - go for it – versuch's, mach's - go by – vorbeigehen; vergehen - go with – passen zu - go wrong – schiefgehen - on the go – unterwegs, ständig in Bewegung - have a go – es versuchen (britisch) - It goes without saying. – Das versteht sich von selbst. - Easy come, easy go. – Wie gewonnen, so zerronnen. - How did it go? – Wie ist es gelaufen? - Here goes! – Los geht's! (vor einem Wagnis) - miles to go – noch ein weiter Weg - To go, please. – Zum Mitnehmen, bitte. (amerikanisch)

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Teil F (Literarisches Zitat)

Robert Frost, "Stopping by Woods on a Snowy Evening", entstanden im Juni 1922 und erschienen 1923 im Gedichtband New Hampshire (Henry Holt and Company), die letzte Strophe (Zeilen 13–16). Der Text folgt der Online-Ausgabe der Academy of American Poets (poets.org) und wurde mit der Wiedergabe der Schlussstrophe auf Wikipedia verglichen; beide stimmen überein bis auf das Satzzeichen am Ende der ersten Zeile (poets.org: Punkt, Wikipedia: Komma), hier steht das Komma. Das Gedicht ist gemeinfrei. Eine veröffentlichte deutsche Übersetzung wird hier nicht zitiert; die deutsche Wiedergabe ist eine wörtliche Übertragung des Latinum Institute.

Teil F-A (Interlineartext)

"The Die woods Wälder are sind lovely lieblich, dark dunkel and und deep tief, But Aber I ich have habe promises Versprechen to zu keep halten, And Und miles Meilen to zu go gehen before bevor I ich sleep schlafe, And Und miles Meilen to zu go gehen before bevor I ich sleep schlafe." — Zeilen 13–16

Teil F-B (Vollständige Übersetzung)

"The woods are lovely, dark and deep, / But I have promises to keep, / And miles to go before I sleep, / And miles to go before I sleep." (Frost, New Hampshire, 1923, Zeilen 13–16)

„Die Wälder sind lieblich, dunkel und tief, doch ich habe Versprechen zu halten und Meilen zu gehen, bevor ich schlafe, und Meilen zu gehen, bevor ich schlafe.“ (wörtliche Wiedergabe, Latinum Institute)

Teil F-C (Literarische Analyse)

Das Gedicht besteht aus vier Strophen mit je vier Zeilen. Ein Sprecher hält mit seinem Pferd an einem verschneiten Wald an, schaut in die Dunkelheit und zieht dann weiter. Die Reimform ist ungewöhnlich: In jeder Strophe reimen sich die Zeilen 1, 2 und 4; die dritte Zeile bleibt ohne Reim und gibt den Reim der nächsten Strophe vor (know, though, snow, dazu here; queer, near, year, dazu lake; und so weiter). In der letzten Strophe reimen sich alle vier Zeilen (deep, keep, sleep, sleep). Es ist, als ob das Gedicht am Ende selbst zum Stillstand kommt.

"The woods are lovely, dark and deep" – Drei Adjektive hintereinander, durch Komma und "and" verbunden. "Lovely" kommt von "love" und heißt „lieblich, schön“; es ist hier ein Adjektiv (nicht das Adverb), auch wenn es auf -ly endet.

"But I have promises to keep" – "To keep" ist hier ein Infinitiv, der das Hauptwort näher bestimmt: „Versprechen, die zu halten sind“. Im Deutschen ist diese Verbindung ebenso möglich („Versprechen zu halten“). "Keep a promise" ist die feste Verbindung für „ein Versprechen halten“.

"And miles to go before I sleep" – Dies ist die Zeile dieser Lektion. Das "I have" der vorigen Zeile gilt weiter: „(Ich habe) noch Meilen zu gehen, bevor ich schlafe“. "To go" ist wieder ein Infinitiv hinter einem Hauptwort („Meilen, die noch zu gehen sind“; Teil D, Punkt 15). Man sagt heute "I have miles to go" oder "I've got miles to go". "Go" meint hier eine Strecke, die man zurücklegt, ohne dass das Verkehrsmittel genannt wird; das Deutsche kann „gehen“ oder „fahren“ wählen. "Before I sleep" ist ein Nebensatz mit "before" (bevor), und das Verb "sleep" steht in der Gegenwart, obwohl das Deutsche ebenfalls die Gegenwart wählt („bevor ich schlafe“); nach "before" steht im Englischen keine Zukunftsform ("will sleep" wäre falsch).

Die Wiederholung. Die letzte Zeile wiederholt die vorletzte wörtlich. Beim ersten Mal ist "to go" die Strecke des Heimwegs. Beim zweiten Mal hören viele Leser mehr: "sleep" kann auch den Tod bezeichnen. Der Text sagt das nicht, er legt es nur nahe. Für Lernende ist die Zeile ein Muster: Ein Hauptwort mit "to go" nennt, was noch vor einem liegt ("a long way to go", "two more days to go").

Teil F-D (Grammatische Anmerkungen)

- "The woods are lovely" – "woods" hat die Pluralform und steht mit "are". - "lovely, dark and deep" – Aufzählung von Adjektiven; vor dem letzten steht "and". - "But I have promises to keep" – "have" als Vollverb („besitzen, haben“); "to keep" = Infinitiv als Attribut. - "And miles to go" – Ellipse von "I have" (ich habe); "miles" ist Plural ohne Artikel. - "to go" – Infinitiv mit "to"; die Grundform "go" (nicht "going", nicht "gone"). - "before I sleep" – Nebensatz der Zeit, Gegenwart; Grundform "sleep" nach "I". - Die Zeile steht zweimal; die Zahl der Meilen wird nicht genannt.

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Genre-Abschnitt: Erzählung — Samstag am Meer

An einem Samstag fährt Clara mit dem Zug an die Küste. Auf dem Bahnsteig fragt sie, ob der Zug dorthin fährt, und sie muss rennen, um ihn zu erreichen. Fast jeder Satz enthält "go", und an ihnen sieht man die Verwendungen: den Entschluss, die Bewegung, die Frage nach dem Ziel, das Abfahren, den Verlauf des Tages, "go for a walk", "go swimming", "go back" und die Zeit, die vergeht.

Teil A (Detaillierte Deutsch-Englische Interlinearübersetzung)

30.16 On Am Saturday Samstag morning Morgen Clara Clara decided beschloss to [–] go zu-fahren to an the die coast Küste

30.17 She Sie went ging to zum the [–] station Bahnhof and und bought kaufte a eine ticket Fahrkarte

30.18 Everybody Alle was war going fuhr to ans the [–] sea Meer that an-diesem day Tag

30.19 A Ein man Mann asked fragte her sie where wohin she sie was [–] going fuhr

30.20 "I Ich am [–] going fahre to an the die coast Küste" she sie said sagte "Does [–] this dieser train Zug go fährt there dorthin"

30.21 "No Nein" said sagte the der man Mann "This Dieser one [–] goes fährt to nach Manchester Manchester"

30.22 "Your Ihr train Zug goes fährt-ab from von platform Gleis four vier in in two zwei minutes Minuten"

30.23 Clara Clara ran rannte across über the die bridge Brücke because denn the der train Zug was wollte just gerade about [–] to [–] go abfahren

30.24 The Der train Zug went fuhr very sehr slowly langsam and und it er stopped hielt at in every jeder small kleinen town Stadt

30.25 "Everything Alles is [–] going läuft well gut today heute" she sie thought dachte

30.26 At An the der coast Küste she sie went ging for [–] a [–] walk spazieren along am the [–] beach Strand-entlang

30.27 The Das water Wasser was war too zu cold kalt to um go gehen swimming schwimmen

30.28 At Um six sechs o'clock Uhr she sie had musste to [–] go gehen back zurück

30.29 "Time Die-Zeit goes vergeht so so fast schnell at am the [–] sea Meer" she sie thought dachte

30.30 Next Nächsten Saturday Samstag she sie will [–] go fährt again wieder

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Teil B (Vollständige englische Sätze mit deutscher Übersetzung)

30.16 On Saturday morning Clara decided to go to the coast. Am Samstagmorgen beschloss Clara, an die Küste zu fahren.

30.17 She went to the station and bought a ticket. Sie ging zum Bahnhof und kaufte eine Fahrkarte.

30.18 Everybody was going to the sea that day. Alle fuhren an diesem Tag ans Meer.

30.19 A man asked her where she was going. Ein Mann fragte sie, wohin sie fuhr.

30.20 "I am going to the coast," she said. "Does this train go there?" „Ich fahre an die Küste“, sagte sie. „Fährt dieser Zug dorthin?“

30.21 "No," said the man. "This one goes to Manchester." „Nein“, sagte der Mann. „Dieser fährt nach Manchester.“

30.22 "Your train goes from platform four in two minutes." „Ihr Zug fährt in zwei Minuten von Gleis vier ab.“

30.23 Clara ran across the bridge because the train was just about to go. Clara rannte über die Brücke, denn der Zug wollte gerade abfahren.

30.24 The train went very slowly and stopped at every small town. Der Zug fuhr sehr langsam und hielt in jeder kleinen Stadt.

30.25 "Everything is going well today," she thought. „Heute läuft alles gut“, dachte sie.

30.26 At the coast she went for a walk along the beach. An der Küste ging sie am Strand entlang spazieren.

30.27 The water was too cold to go swimming. Das Wasser war zu kalt, um schwimmen zu gehen.

30.28 At six o'clock she had to go back. Um sechs Uhr musste sie zurück.

30.29 "Time goes so fast at the sea," she thought. „Die Zeit vergeht am Meer so schnell“, dachte sie.

30.30 Next Saturday she will go again. Nächsten Samstag fährt sie wieder hin.

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Teil C (Nur englischer Text)

30.16 On Saturday morning Clara decided to go to the coast.

30.17 She went to the station and bought a ticket.

30.18 Everybody was going to the sea that day.

30.19 A man asked her where she was going.

30.20 "I am going to the coast," she said. "Does this train go there?"

30.21 "No," said the man. "This one goes to Manchester."

30.22 "Your train goes from platform four in two minutes."

30.23 Clara ran across the bridge because the train was just about to go.

30.24 The train went very slowly and stopped at every small town.

30.25 "Everything is going well today," she thought.

30.26 At the coast she went for a walk along the beach.

30.27 The water was too cold to go swimming.

30.28 At six o'clock she had to go back.

30.29 "Time goes so fast at the sea," she thought.

30.30 Next Saturday she will go again.

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Teil D (Grammatische Anmerkungen zur Erzählung)

Die Erzählung zeigt "go" in der Vergangenheit ("decided to go", "went", "was going"), im Dialog in der Gegenwart ("am going", "go", "goes") und in der Zukunft ("will go"). Zusammen mit den Beispielen 30.1–30.15 ergibt das die wichtigsten Verwendungen.

- "On Saturday morning Clara decided to go to the coast." (30.16): "Decide" verlangt den Infinitiv mit "to" (Teil D, Punkt 15); das Deutsche sagt „zu fahren“. "On Saturday morning" – am Samstagmorgen; "on" steht vor dem Tag (Lektion 18). "To the coast" nennt das Ziel mit "to" (Punkt 3). - "She went to the station and bought a ticket." (30.17): "Went" ist das Präteritum, das in der Erzählung die Handlungen aneinanderreiht (Punkt 7). "Went to the station" – mit Artikel, weil ein bestimmtes Gebäude gemeint ist (Punkt 3). "Bought" ist das Präteritum von "buy" (kaufen). - "Everybody was going to the sea that day." (30.18): Die Verlaufsform in der Vergangenheit ("was going") beschreibt, was in der Zeit gerade geschah. "Everybody" steht mit dem Singular des Verbs: "everybody was", nicht "were". "The sea" und "the coast" – man sagt "go to the sea / seaside", aber auch "go to the coast". - "A man asked her where she was going." (30.19): In der indirekten Frage steht die normale Wortstellung und kein "do": "where she was going", nicht "where was she going". Im Deutschen steht das Verb im Nebensatz am Ende: „wohin sie fuhr“. Die Frage selbst war "Where are you going?" (30.5); in der Erzählung rückt das Verb in die Vergangenheit. - "'I am going to the coast,' she said. 'Does this train go there?'" (30.20): "I am going" – die Verlaufsform für das, was man jetzt tut oder vorhat (Punkt 7). "Does this train go there?" – die Frage mit "does" und der Grundform "go", nie "goes". "There" steht ohne "to" (Punkt 3). Das Deutsche hat „dorthin“ als ein Wort. - "'No,' said the man. 'This one goes to Manchester.'" (30.21): "Goes" – dritte Person Singular, -es. "This one" – dieser (hier: dieser Zug); "one" ersetzt das Hauptwort, damit man es nicht wiederholt. "Said the man" – hinter dem wörtlichen Satz kann das Verb vor dem Subjekt stehen; "the man said" ist ebenso richtig. - "'Your train goes from platform four in two minutes.'" (30.22): "Goes from platform four" – Abfahrt von einem Gleis (Punkt 13); "from" nennt den Ausgangspunkt (Lektion 29). "In two minutes" – „in zwei Minuten“, vom jetzigen Zeitpunkt gerechnet. Das Deutsche braucht das trennbare Verb „abfahren“ und stellt „ab“ ans Ende. - "Clara ran across the bridge because the train was just about to go." (30.23): "Ran" ist das Präteritum von "run" (rennen). "Be about to go" – gleich losfahren; "just" betont: gerade jetzt. "Because" leitet einen Grund ein (denn, weil). Das Deutsche sagt „wollte gerade abfahren“; das Englische verwendet kein Modalverb. - "The train went very slowly and stopped at every small town." (30.24): "Went" ist hier ein Zug, der sich bewegt: „fuhr“ (Punkt 4). "Slowly" ist ein Adverb zu "went". "At every small town" – „in jeder kleinen Stadt“; "at" nennt den Haltepunkt (Lektion 26). Nach "every" steht der Singular. - "'Everything is going well today,' she thought." (30.25): "Go well" – gut verlaufen, gut laufen (Punkt 10); "everything" steht mit dem Singular "is". "Well" ist das Adverb zu "good"; das Deutsche sagt „läuft gut“. - "At the coast she went for a walk along the beach." (30.26): "Go for a walk" – spazieren gehen (Punkt 8); nicht "go to a walk". "Along the beach" – am Strand entlang; das Deutsche stellt „entlang“ nach. - "The water was too cold to go swimming." (30.27): "Too cold to go swimming" – „zu kalt, um schwimmen zu gehen“; "too" + Adjektiv + "to" + Grundform. "Go swimming" hat die -ing-Form (Punkt 8). Das Deutsche braucht „um … zu“, das Englische nur "to". - "At six o'clock she had to go back." (30.28): "Had to go" – musste gehen; "have to" ist die Verpflichtung. "Go back" ist die Verbindung für „zurückgehen, zurückfahren“ (Punkt 14); das Ziel ist klar und wird nicht genannt, so wie im Deutschen „sie musste zurück“. "At six o'clock" – um sechs Uhr; "at" bei der Uhrzeit (Lektion 26). - "'Time goes so fast at the sea,' she thought." (30.29): "Time goes fast" – die Zeit vergeht schnell (Punkt 12). "Fast" ist hier das Adverb (nicht "fastly"). In der wörtlichen Rede steht das Komma vor dem schließenden Anführungszeichen: "Time goes so fast at the sea," she thought. - "Next Saturday she will go again." (30.30): "Will go" – Zukunft mit "will" und Grundform. "Next Saturday" ohne "on" und ohne Artikel. "Again" steht am Ende: noch einmal, wieder. Das Deutsche sagt „fährt sie wieder hin“ (mit „hin“).

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Aussprache- und Rechtschreibhinweise

- "go" britisch /ɡəʊ/, amerikanisch /ɡoʊ/: ein Zwielaut mit Lippenrundung, kein reines langes [oː]. - "goes" /ɡəʊz/ (britisch) bzw. /ɡoʊz/ (amerikanisch): Auslaut stimmhaftes /z/; nicht [ɡoːs]. - "going" /ˈɡəʊɪŋ/ bzw. /ˈɡoʊɪŋ/: Auslaut /ŋ/, kein /ɡ/ und kein /k/ danach. Umgangssprachlich "gonna" /ˈɡʌnə/. - "went" /wɛnt/: Anlaut /w/ ohne Zahnkontakt; nicht [vɛnt]. - "gone" britisch /ɡɒn/, amerikanisch meist /ɡɔːn/: kurzer Vokal, reimt sich nicht auf "bone". - Schreibung: g-o, aber goes (mit e), going (kein Doppelkonsonant), went (mit w), gone (mit e am Ende). - "Goes" und "does" haben dieselbe Endung -oes, aber verschiedene Aussprache: /ɡəʊz/ – /dʌz/. - "Go" mit Großbuchstaben nur am Satzanfang: "Go away!"; in Titeln und Überschriften nach der englischen Regel. - "Let's" ist "let us" und braucht den Apostroph: Let's go. - "O'clock" mit Apostroph; "Manchester", "Paris", "Berlin" mit Großbuchstaben. - Britisch "grey", amerikanisch "gray": go grey / go gray.

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