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"Get" ist das Allzweckverb des Englischen: das Wort, das „bekommen“ heißt, aber auch „holen“, „werden“, „ankommen“, „verstehen“ und „lassen“. "I get a letter." – Ich bekomme einen Brief. "Get some water." – Hol etwas Wasser. "It gets cold." – Es wird kalt. "We get home." – Wir kommen nach Hause. "I don't get it." – Ich verstehe das nicht. Ein einziges Wort, fünf deutsche Verben. Der Schlüssel zu allen Bedeutungen ist ein Gedanke: "Get" nennt den Eintritt in einen neuen Zustand oder an einen neuen Ort. "Be" (Lektion 2) nennt den Zustand: "It is cold." "Get" nennt den Wechsel dorthin: "It gets cold." Dasselbe Paar gibt es bei "have" (Lektion 11): "I have a car" (ich besitze eins) – "I get a car" (ich bekomme eins). Und bei einem Ort: "We are there" (wir sind dort) – "We get there" (wir kommen dort an). "Go" (Lektion 30) nennt dagegen die Bewegung selbst: "We go home" – wir gehen nach Hause.
Zwei deutsche Wörter machen den Einstieg schwer. Das erste ist „bekommen“: Es klingt wie das englische "become", und die beiden sind sogar verwandt, aber "become" heißt „werden“, nicht „bekommen“. „Bekommen“ heißt auf Englisch "get". Das zweite ist „geht“: Es klingt ähnlich wie "get", ist aber ein anderes Wort mit langem Vokal und gehört zu "go". Die Schwierigkeiten für Deutschsprachige liegen an acht Stellen:
- Ein englisches Wort für viele deutsche: "get a letter" (bekommen), "get water" (holen), "get cold" (werden), "get home" (ankommen), "get it" (verstehen), "get up" (aufstehen), "get married" (heiraten), "get my hair cut" (schneiden lassen), "have got" (haben). - Die Falle „bekommen“ – "become": "I become a letter" sagt niemand. Richtig ist "I get a letter". "Become" heißt „werden“ und steht vor allem vor Hauptwörtern: "She became a doctor." - „Werden“ vor einem Eigenschaftswort heißt im Alltag "get", nicht "become": "It gets cold." "He gets better." „Werden“ vor einem Hauptwort heißt "become" oder "be": „Er wird Arzt“ – "He becomes a doctor" / "He is going to be a doctor", nie "He gets a doctor" (das hieße: er bekommt einen Arzt). - Nach "get" kommt bei Orten oft kein "to": "get home", "get there", "get here", aber "get to the station". Nie "get to home". - Die Formen: "get – got – got" im Britischen, "get – got – gotten" im Amerikanischen. "Have got" heißt im Britischen „haben“ und ist kein Perfekt der Vergangenheit. - "Get" verbindet sich mit kleinen Wörtern zu neuen Verben: get up (aufstehen), get in (einsteigen), get out (aussteigen), get on (einsteigen, auskommen), get over (verkraften), get back (zurückkommen). Das kleine Wort steht hinter dem Verb, nicht davor wie die deutsche Vorsilbe. - "Get" + Partizip bildet ein Geschehen: "get married", "get dressed", "get lost". Viele deutsche rückbezügliche Verben („sich anziehen“, „sich verirren“) heißen auf Englisch so. - Die Aussprache: "get" /ɡet/ hat ein kurzes /e/, ein hartes /ɡ/ und ein klares /t/. Es ist nicht das deutsche „geht“ [ɡeːt], und es ist nicht "jet" /dʒet/.
Herkunft: Das heutige Verb "get" stammt nach den Wörterbüchern (Etymonline, Wiktionary) aus dem Mittelenglischen "geten", und dieses aus dem Altnordischen "geta" („erlangen, bekommen, erraten“). Das Altnordische geht auf das urgermanische "getaną" („finden, erlangen, erhalten“) zurück, das auf eine indogermanische Wurzel "ghed-" („greifen, fassen, finden“) zurückgeführt wird. Das Altenglische hatte das Wort nur in Zusammensetzungen: "begietan" („erlangen“, heute "beget") und "forgietan" („vergessen“, heute "forget"). Das deutsche Verwandte ist „vergessen“: englisch "forget" und deutsch „vergessen“ gehören zur selben Wortfamilie wie "get". Das deutsche „geben“ (englisch "give", Lektion 67) ist dagegen ein anderes Wort mit einer anderen Wurzel, obwohl es ähnlich klingt. Und "become" und „bekommen“ gehören zusammen (be- + come), haben ihre Bedeutung aber verschieden entwickelt: „bekommen“ heißt „erhalten“, "become" heißt „werden“.
Was bedeutet "get" auf Deutsch? Dem Bekommen nach „bekommen“, „kriegen“, „erhalten“ (get a letter, get a job, get a cold), dem Holen nach „holen“, „besorgen“ (get some water, get your coat), dem Wechsel in einen Zustand nach „werden“ (get cold, get better, get dark, get tired), dem Ankommen nach „kommen“, „ankommen“, „gelangen“ (get home, get there, get to the station), dem Verstehen nach „verstehen“, „kapieren“ (I don't get it), dem Geschehen nach dem deutschen Reflexivverb oder dem Passiv (get dressed, get married, get lost, get delayed), dem Veranlassen nach „lassen“, „dazu bringen“ (get my hair cut, get her brother to help), dem Besitz nach „haben“ (have got), den Verbindungen mit kleinen Wörtern nach „auf-“, „ein-“, „aus-“, „zurück-“ (get up, get in, get out, get back). Außerdem steht "get" in festen Wendungen: get well soon (gute Besserung), get ready (sich bereit machen), get started (anfangen), get together (sich treffen), get lost (verschwinden), get the point (den Punkt verstehen), get along (sich vertragen).
Kernpunkte:
- "Get" heißt „bekommen“: I get a letter. Nicht "become" (werden). - "Get" + Adjektiv heißt „werden“: It gets cold. He gets better. Vor einem Hauptwort heißt „werden“ "become". - "Get" + Ort heißt „ankommen“: get home, get there; mit Ort ohne Artikel kein "to": nicht "get to home". - "Get" + Partizip nennt ein Geschehen: get married, get dressed, get lost, get delayed. - "Get" + Gegenstand + Partizip heißt „lassen“: I got my hair cut. "Get" + Person + to + Verb heißt „dazu bringen“: I got her to help. - Formen: get – got – got (britisch) / gotten (amerikanisch); "have got" = „haben“ (britisch). - Mit kleinen Wörtern: get up, get in, get out, get back, get on, get over. - Aussprache: /ɡet/, kurzes /e/, hartes /ɡ/; nicht „geht“, nicht "jet".
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"Get": /ɡet/, britisch wie amerikanisch. Das Wort besteht aus drei Lauten: dem stimmhaften harten /ɡ/, dem kurzen offenen /e/ und dem stimmlosen /t/. Die Formen: "gets" /ɡets/, "got" britisch /ɡɒt/, amerikanisch /ɡɑːt/, "gotten" amerikanisch /ˈɡɑːtn/, "getting" /ˈɡetɪŋ/. Im Amerikanischen wird das t in "getting" zwischen Vokalen oft zu einem kurzen, weichen Zungenschlag, der dem d ähnelt: [ˈɡeɾɪŋ]. In der Umgangssprache wird "got to" zu "gotta" /ˈɡɒtə/ (britisch) oder /ˈɡɑːɾə/ (amerikanisch): "I gotta go."
Der erste Stolperstein ist die Länge des Vokals. Das deutsche „geht“ hat einen langen Vokal [ɡeːt]; das englische "get" hat einen kurzen, wie in „Bett“, „nett“ und „Kette“. Sprechen Sie „Bett“ und ersetzen Sie das b durch /ɡ/: /ɡet/. Ein langgezogenes „geeet“ klingt dem Ohr eines Muttersprachlers eher wie "gate" /ɡeɪt/ (Tor) als wie "get".
Der zweite Stolperstein ist der Anlaut. Das g in "get" ist hart, ein /ɡ/ wie in „gut“. Es wird nicht wie in "gem" /dʒem/ oder "gentle" gesprochen, wo der Buchstabe g vor e weich ist. Hart bleibt es auch in "give", "gift", "girl" und "egg". Wer es in "get" weich spricht, sagt "jet" /dʒet/ (Düsenflugzeug). Wer es stimmlos spricht, sagt "ket", ein Wort, das es nicht gibt.
Der dritte Stolperstein ist der Auslaut. Das t am Ende wird klar gesprochen, kurz und ohne Vokal dahinter, und nicht als d. Lassen Sie den Endlaut nicht weg: Ein bloßes „ge“ für "get" ist kaum verständlich. In "get up" /ɡet ˈʌp/ verbindet sich das t mit dem folgenden Vokal: /ɡe.tʌp/, ohne Pause und ohne Knacklaut ([ɡɛt ʔap] klingt abgehackt).
Gleich oder ähnlich geklungen: get /ɡet/ – gate /ɡeɪt/ (Tor) – gut /ɡʌt/ (Darm, Bauch) – got /ɡɒt/ (Vergangenheit von get) – jet /dʒet/ (Düsenjet) – yet /jet/ (noch). Reimwörter: bet, let, met, net, set, wet, pet, vet, yet, debt (das b ist stumm: /det/).
Betonung. Als Hauptverb trägt "get" in der Regel einen Satzton, aber weniger als sein Objekt oder das kleine Wort: "We get UP at SEVEN every DAY." – "Get" ist hier unbetont-kurz, "up" und "seven" tragen den Ton. Bei "have got" ist "got" betont: "I've GOT two tickets." /aɪv ˈɡɒt/. In "I don't get it" liegt der Ton auf "get": /aɪ ˈdəʊnt ˈɡet ɪt/ (britisch).
Schreibung: g-e-t. Mit doppeltem t in den abgeleiteten Formen: "getting", "gotten". Nicht "gett", nicht "geht" und nicht "gets'" mit Apostroph. Die Vergangenheit ist "got", nicht "getted" und nicht "gotted".
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33.1 I Ich get bekomme a einen letter Brief
33.2 Get Hol some etwas water Wasser
33.3 It Es gets wird cold kalt
33.4 We Wir get kommen home nach-Hause
33.5 I Ich do [–] not nicht get verstehe it das
33.6 She Sie got bekam a eine new neue job Stelle last letzte week Woche
33.7 We Wir get stehen up auf at um seven sieben every jeden day Tag
33.8 How Wie do [–] I ich get komme to zum the [–] station Bahnhof
33.9 He Er gets wird better besser every jeden day Tag
33.10 They Sie got wurden married verheiratet in im June Juni
33.11 I Ich have habe got [–] two zwei tickets Karten for für Saturday Samstag
33.12 You Du must musst get holen your deinen coat Mantel before bevor it es gets wird dark dunkel
33.13 I Ich got ließ my mir hair die-Haare cut schneiden yesterday gestern
33.14 She Sie got brachte her ihren brother Bruder to dazu help zu-helfen her ihr with beim the [–] move Umzug
33.15 If Wenn you du get wirst lost verirrt call ruf-an me mich and dann I ich will werde come kommen and und get abholen you dich
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33.1 I get a letter. Ich bekomme einen Brief. (auch: Ich kriege einen Brief.)
33.2 Get some water. Hol etwas Wasser. (auch: Hol bitte etwas Wasser.)
33.3 It gets cold. Es wird kalt.
33.4 We get home. Wir kommen nach Hause.
33.5 I do not get it. Ich verstehe das nicht. (auch: Ich kapiere das nicht.)
33.6 She got a new job last week. Sie hat letzte Woche eine neue Stelle bekommen.
33.7 We get up at seven every day. Wir stehen jeden Tag um sieben auf.
33.8 How do I get to the station? Wie komme ich zum Bahnhof?
33.9 He gets better every day. Er wird jeden Tag besser.
33.10 They got married in June. Sie haben im Juni geheiratet.
33.11 I have got two tickets for Saturday. Ich habe zwei Karten für Samstag. (britisch; auch: I have two tickets for Saturday.)
33.12 You must get your coat before it gets dark. Du musst deinen Mantel holen, bevor es dunkel wird.
33.13 I got my hair cut yesterday. Ich habe mir gestern die Haare schneiden lassen.
33.14 She got her brother to help her with the move. Sie hat ihren Bruder dazu gebracht, ihr beim Umzug zu helfen.
33.15 If you get lost, call me and I will come and get you. Wenn du dich verirrst, ruf mich an, dann komme ich und hole dich ab.
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33.1 I get a letter.
33.2 Get some water.
33.3 It gets cold.
33.4 We get home.
33.5 I do not get it.
33.6 She got a new job last week.
33.7 We get up at seven every day.
33.8 How do I get to the station?
33.9 He gets better every day.
33.10 They got married in June.
33.11 I have got two tickets for Saturday.
33.12 You must get your coat before it gets dark.
33.13 I got my hair cut yesterday.
33.14 She got her brother to help her with the move.
33.15 If you get lost, call me and I will come and get you.
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Dies sind die Regeln für "get" im Englischen:
1. Grundfunktion und Formen. "Get" ist ein unregelmäßiges Verb. Die Formen sind: get (Grundform), gets (dritte Person Singular), got (Vergangenheit), got oder gotten (Partizip), getting (-ing-Form). Gegenwart: I get, you get, he/she/it gets, we get, you get, they get (33.1, 33.3, 33.9). Vergangenheit: I got, you got, he got … für alle Personen gleich (33.6, 33.10). Fragen und Verneinung in der Gegenwart und Vergangenheit laufen mit "do" (Lektion 15): "How do I get to the station?" (33.8), "I do not get it." (33.5), "Did you get the letter?" Das Partizip steht nach "have": "I have got …" (Punkt 10 und 11). Falsch sind "getted" und "gotted". Wie jedes Vollverb hat "get" keine eigene Frageform: "Get you the letter?" ist falsch, richtig ist "Did you get the letter?". Es steht mit einem Objekt (33.1), mit einem Eigenschaftswort (33.3), mit einem Ort (33.4) oder mit einem Partizip (33.10). Das Deutsche braucht dafür verschiedene Verben; das Englische nennt in jedem Fall nur den Wechsel.
2. Bekommen. Mit einem Hauptwort als Objekt heißt "get" „bekommen“, „erhalten“ oder „kriegen“: "I get a letter." (33.1), "She got a new job last week." (33.6), "get a present" (ein Geschenk), "get a reply" (eine Antwort), "get a cold" (sich erkälten), "get an idea" (eine Idee haben). Das Wort ist neutral bis umgangssprachlich; in formalen Texten steht "receive" (empfangen) oder "obtain" (beschaffen). Die Falle: Das englische "become" ist nicht „bekommen“. „Ich bekomme einen Brief“ heißt "I get a letter", nie "I become a letter". Das englische "receive" ist „bekommen“ in förmlicher Sprache. Die Vergangenheit erzählt das Deutsche mit dem Perfekt („hat bekommen“), das Englische mit dem einfachen "got" (33.6): "She got a new job last week", nicht "She has got a new job last week".
3. Holen. Mit einem Gegenstand und oft einem Ziel heißt "get" „holen“, „besorgen“, „mitbringen“: "Get some water." (33.2), "You must get your coat" (33.12). Mit einer Person als Empfänger gibt es zwei Muster: "Get me a glass of water." (Hol mir ein Glas Wasser.) und "Get a glass of water for me." (Lektion 14, "for"). Die kürzere Form ohne "for" steht, wenn der Empfänger ein Fürwort oder ein Name ist: "Get Anna a chair." Auch Personen kann man "holen": "I will come and get you" (33.15) heißt „ich komme und hole dich ab“. "Get" meint den ganzen Vorgang, hingehen und mitbringen; "bring" nennt nur das Mitbringen zum Sprecher, und "take" (Lektion 47) das Wegbringen.
4. Werden. Vor einem Eigenschaftswort oder einem Komparativ heißt "get" „werden“: "It gets cold." (33.3), "He gets better every day." (33.9), "before it gets dark" (33.12), "get tired" (müde werden), "get angry" (wütend werden), "get old" (alt werden), "get ready" (sich bereit machen), "get better and better" (immer besser werden). In der Verlaufsform nennt es einen laufenden Wechsel: "It is getting cold." (33.28), „Es wird gerade kalt.“ Das deutsche „werden“ hat im Englischen zwei Entsprechungen. Vor Eigenschaftswörtern: "get" (oder, förmlicher, "become"). Vor Hauptwörtern: "become" oder "be" (Lektion 2): "She became a doctor." "He wants to be a doctor." Nie "He gets a doctor." Das Futur „werden“ (ich werde gehen) ist nicht "get", sondern "will" (Lektion 40).
5. Ankommen. Mit einem Ort heißt "get" „kommen“, „gelangen“, „ankommen“: "We get home." (33.4), "How do I get to the station?" (33.8), "When do we get to Bristol?" (33.21), "It got to Bristol at two." (33.27). Es nennt das Erreichen eines Ziels, nicht die Reise selbst. Nach "get" steht "to" vor einem Ort mit Artikel oder Namen: "get to the station", "get to Bristol", "get to Tom's" (33.25). Vor "home", "here" und "there" steht kein "to": "get home" (33.4), "get there" (33.22), "get here" (33.29). Falsch sind "get to home", "get to there" und "get to here". Mit "in" und "out" wechselt es die Grenze: "get in the car" (einsteigen, 33.26, 33.28), "get out of the car" (aussteigen), "get out of bed" (aus dem Bett steigen). Zur Bewegung selbst siehe "go" (Lektion 30): "go home" heißt nach Hause gehen, "get home" heißt dort ankommen.
6. Get + Partizip: das Geschehen. "Get" mit einem Partizip nennt etwas, das geschieht, und ersetzt oft das Passiv oder ein deutsches Reflexivverb: "They got married in June." (33.10), „Sie haben geheiratet“; "She got dressed quickly." (33.17), „Sie zog sich schnell an“; "If you get lost" (33.15), „wenn du dich verirrst“; "Trains often get delayed." (33.22), „Züge verspäten sich oft“; "get stuck" (steckenbleiben), "get hurt" (sich verletzen), "get invited" (eingeladen werden), "get fired" (entlassen werden). Der Unterschied zu "be" (Lektion 2): "be" + Partizip nennt den Zustand oder das Passiv allgemein ("They are married" = sie sind verheiratet); "get" + Partizip nennt den Eintritt ("They got married" = sie haben geheiratet). "Get" ist umgangssprachlicher als "be" und betont, dass etwas passiert, oft ohne Absicht oder zum Nachteil von jemandem: "The window got broken." Mit einer Präposition: "get married to Tom" (heiraten, mit "to"), nicht "married with". Den Urheber nennt "by" (Lektion 32): "She got stopped by the police."
7. Lassen und veranlassen. Mit einem Gegenstand und einem Partizip heißt "get" „lassen“ im Sinn von „von jemandem machen lassen“: "I got my hair cut yesterday." (33.13), „Ich habe mir die Haare schneiden lassen“; "get the car repaired" (das Auto reparieren lassen), "get a suit made" (einen Anzug anfertigen lassen). Der Gegenstand steht vor dem Partizip. Mit einer Person und "to" + Grundform heißt es „dazu bringen, etwas zu tun“: "She got her brother to help her with the move." (33.14), "I got him to sign." Hier steht "to" (Lektion 12) vor dem Verb; nie "She got her brother help her". Verwandt, aber nicht gleich: "make" (Lektion 42) zwingt ("She made him help"), "let" erlaubt, und "have" (Lektion 11) ist neutraler und etwas förmlicher ("I had my hair cut"). Mit "to" betont "get" die Mühe oder die Überredung.
8. Partikelverben. "Get" bildet mit kleinen Wörtern neue Verben, deren Bedeutung man lernen muss: get up (aufstehen, 33.7, 33.16), get in (einsteigen, 33.26, 33.28), get out (aussteigen), get on (einsteigen in Bus oder Zug; sich verstehen), get off (aussteigen aus Bus oder Zug), get back (zurückkommen; zurückbekommen), get over (verkraften), get away (entkommen), get along (sich vertragen), get together (sich treffen), get by (zurechtkommen; auskommen, Lektion 32), get through (durchkommen). Anders als die deutsche Vorsilbe (aufstehen) steht das englische Wort hinter dem Verb, auch in der Grundform: "We get up at seven" (33.7). Ein Fürwort steht dazwischen, ein Hauptwort darf dazwischen oder dahinter stehen: "get it back", "get the money back" oder "get back the money". Das Wort trägt den Ton: "get UP", "get IN".
9. Verstehen. Umgangssprachlich heißt "get" „verstehen“, „kapieren“: "I do not get it." (33.5), "Do you get it?", "I got it!" (Ich hab's verstanden!), "Got it?" (Verstanden?), "Don't get me wrong" (Versteh mich nicht falsch), "get the point" (den Punkt verstehen), "get the joke" (den Witz verstehen). In förmlicher Sprache steht "understand". "I do not get it" ist freundlich und üblich, wenn man etwas nicht verstanden hat; mit "it" als Objekt, nicht "I do not get understand".
10. "Have got": haben (britisch). Im Britischen heißt "have got" „haben“, „besitzen“: "I have got two tickets for Saturday." (33.11), "Have you got a pen?" (Hast du einen Stift?), "She has got blue eyes." (Sie hat blaue Augen.) Hier ist "have got" Gegenwart und keine Vergangenheit: "I have got a letter" heißt „ich habe einen Brief“, im Zusammenhang auch „ich habe einen Brief bekommen“. Mit einer Zeitangabe der Vergangenheit steht das einfache "got": "I got a letter yesterday", nicht "I have got a letter yesterday." Die Verneinung und die Frage: "I have not got a car." / "Have you got a car?" ohne "do". Dazu "have got to" = „müssen“: "I have got to go." (Ich muss gehen.) Im Amerikanischen sagt man meist "I have two tickets", "Do you have a pen?" und "I have to go".
11. Got und gotten. Das Partizip heißt im britischen Englisch "got": "Prices have got higher." (Die Preise sind gestiegen.) "Gotten" lebt im britischen Englisch nur noch in festen Wendungen: "ill-gotten gains" (unrechtmäßig erworbener Gewinn). Im amerikanischen Englisch ist "gotten" das übliche Partizip für „erhalten, werden“: "Prices have gotten higher." "She has gotten a new job." Aber in der Bedeutung „haben, besitzen“ heißt es in beiden Varianten "got": "I have got a car" (britisch); amerikanisch "I have a car". Lernende dürfen eine Form wählen und müssen sie beibehalten; "got" ist überall verständlich.
12. Get to + Verb, get going, get started. "Get to" mit einer Grundform heißt „die Gelegenheit bekommen“: "I got to meet the director." (Ich durfte den Direktor kennenlernen.) "Get to know" heißt „kennenlernen“: "I got to know her in Berlin." Dazu kommen: "get going" (sich auf den Weg machen), "get started" (anfangen), "get used to" (sich gewöhnen an; danach steht die -ing-Form: "get used to working"). Es kommt darauf an, was nach "get to" folgt: Eine Grundform nennt die Gelegenheit oder das Kennenlernen, ein Ort das Ankommen (Punkt 5).
13. Register und Ersatz. "Get" ist das häufigste Verb der Alltagssprache und steht in Gesprächen, Briefen und Zeitungen. In Aufsätzen, Verträgen und wissenschaftlichen Texten ersetzt man es oft durch ein genaueres Wort: "receive" oder "obtain" für „bekommen“, "fetch" oder "collect" für „holen“, "become" für „werden“, "arrive at" oder "reach" für „ankommen“, "understand" für „verstehen“, "persuade" für „dazu bringen“. Für Anfängerinnen und Anfänger ist "get" jedoch das sichere Wort: Es ist nie unhöflich, und wer es kennt, kommt in fast jeder Lage zurecht.
Häufige Fehler:
- "I become a letter." Richtig: "I get a letter." - "It becomes cold." Richtig: "It gets cold." - "He gets a doctor." (gemeint: Er wird Arzt) Richtig: "He becomes a doctor." / "He is going to be a doctor." - "We get to home." Richtig: "We get home." - "She got to there at two." Richtig: "She got there at two." - "I have got a letter yesterday." Richtig: "I got a letter yesterday." - "She got married with Tom." Richtig: "She got married to Tom." - "I got my brother help me." Richtig: "I got my brother to help me." - "I got cut my hair." / "I got to cut my hair." (gemeint: schneiden lassen) Richtig: "I got my hair cut." - "I do not get understand." Richtig: "I do not get it." / "I do not understand." - "I getted a letter." / "I gotted a letter." Richtig: "I got a letter." - "Get you the letter?" Richtig: "Did you get the letter?" - "I will get tomorrow a letter." (deutsche Wortstellung) Richtig: "I will get a letter tomorrow." - "The shop gets open at nine." (gemeint: öffnet) Richtig: "The shop opens at nine." - "We stand up at seven." (gemeint: aufstehen) Richtig: "We get up at seven." - Aussprache: "get" mit langem Vokal wie „geht“ [ɡeːt]; "get" mit weichem g wie "jet"; das t am Ende weglassen.
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"Get" gehört zu den häufigsten Verben des Englischen. In der Frequenzliste dieses Kurses steht es an 33. Stelle, nach "by" und vor "she". Es ist im Register neutral bis locker und kommt im Gespräch, in Briefen, im Radio und in Zeitungen vor. Wörterbücher führen es mit sehr vielen Einzelbedeutungen auf, und fast allen liegt derselbe Gedanke zugrunde: ein Wechsel hin zu etwas.
Besser werden. Auf Karten und in Nachrichten wünscht man Kranken "Get well soon!" (Gute Besserung!), auf einer "get-well card". Davon abgeleitet sind viele kleine Wünsche: "Get some rest." (Ruh dich aus.) "Get better soon." Höflich und üblich ist auch die Antwort "I hope you get well soon."
Anfangen und aufbrechen. "Let's get started." (Fangen wir an.) "Let's get going." (Machen wir uns auf den Weg.) "Get ready." (Mach dich bereit.) "On your marks, get set, go!" (Auf die Plätze, fertig, los!) Der Imperativ "Get" ist in der Alltagssprache sehr häufig und sehr kurz: "Get in!" "Get up!" "Get out!"
Unhöfliches. "Get lost!" und "Get out of here!" heißen „Verschwinde!“ und gehören zu den derben Wendungen: Unter Freunden scherzhaft, sonst grob. "Get real" (sei realistisch) und "get a life" (such dir ein Leben) sind spöttisch. "Don't get me wrong" (versteh mich nicht falsch) kündigt oft eine Kritik an.
Treffen und Fluchtwege. "A get-together" ist ein zwangloses Treffen unter Freunden, ein "getaway" ist eine kurze Reise (ein "weekend getaway") und zugleich der Fluchtwagen der Räuber ("the getaway car"). Beides sind Hauptwörter, die aus den Verbindungen "get together" und "get away" entstanden sind.
An der Tür und am Telefon. Wenn die Türklingel oder das Telefon geht, sagt man "I'll get it." (Ich gehe hin. / Ich mach das.) Wer "I'll get it" sagt, nimmt die Aufgabe an. Wer an der Bar sagt "I'll get these", zahlt die Runde ("I'll get this" = Ich lade ein / Das übernehme ich).
Die doppelte Verneinung. Der Titel "(I Can't Get No) Satisfaction" der Rolling Stones von 1965 enthält absichtlich eine doppelte Verneinung: "can't get no". In der Standardsprache sagt man "I can't get any satisfaction." Die doppelte Verneinung ist im Englischen in vielen Dialekten üblich, in der Schule gilt sie aber als falsch. Auch der Titel "Get Back" der Beatles von 1969 ist ein Beispiel für ein Partikelverb: "get back" heißt „zurückkehren“.
Sprichwörter. "The early bird gets the worm." (Der frühe Vogel fängt den Wurm.) "You get what you pay for." (Man bekommt, wofür man bezahlt.) "Don't get mad, get even." (Werde nicht wütend, zahle es heim.) Das erste hat im Deutschen einen genauen Zwilling: „Der frühe Vogel fängt den Wurm.“
Britisch und amerikanisch. Das Partizip heißt im Britischen "got", im Amerikanischen "gotten" (Teil D, Punkt 11). Die Redewendung "ill-gotten gains" ist auch im Britischen mit "gotten". In Gesprächen hört man "gotta" für "got to" (müssen): "I gotta go." In der geschriebenen Sprache meidet man diese Form. Und "have got" für „haben“ ist britisch; Amerikaner sagen meist "have".
Wendungen mit "get":
- get well soon – gute Besserung - get ready – sich bereit machen - get started – anfangen - get going – aufbrechen - get together – sich treffen - get along – sich vertragen - get by – zurechtkommen - get over – verkraften - get up – aufstehen - get in – einsteigen - get out – aussteigen - get back – zurückkommen - get lost – sich verirren; verschwinden - get married – heiraten - get dressed – sich anziehen - get tired – müde werden - get the point – den Punkt verstehen - get to know – kennenlernen - get used to – sich gewöhnen an - get rid of – loswerden - get a cold – sich erkälten - have got to – müssen - I'll get it – ich gehe hin; ich mach das
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Lewis Carroll, "Alice's Adventures in Wonderland", Kapitel I ("Down the Rabbit-Hole"), der Beginn des Buches. Das Werk erschien 1865. Der Wortlaut folgt dem Text von Project Gutenberg (Millennium Fulcrum Edition 3.0), der zu diesem Zweck geöffnet und geprüft wurde. Das Werk ist gemeinfrei. Eine veröffentlichte deutsche Übersetzung wird hier nicht zitiert; die deutsche Wiedergabe ist eine wörtliche Übertragung des Latinum Institute.
"Alice Alice was war beginning anfangend to zu get werden very sehr tired müde of vom sitting Sitzen by neben her ihrer sister Schwester on am the [–] bank Ufer and und of vom having Haben nothing nichts to zu do tun: once einmal or oder twice zweimal she sie had hatte peeped geschaut into in the das book Buch her ihre sister Schwester was war reading lesend but aber it es had hatte no keine pictures Bilder or oder conversations Gespräche in darin it [–]" — Lewis Carroll, "Alice's Adventures in Wonderland", Kapitel I
"Alice was beginning to get very tired of sitting by her sister on the bank, and of having nothing to do: once or twice she had peeped into the book her sister was reading, but it had no pictures or conversations in it" (Carroll, "Alice's Adventures in Wonderland", Kapitel I)
„Alice wurde allmählich sehr müde davon, neben ihrer Schwester am Ufer zu sitzen und nichts zu tun zu haben: ein- oder zweimal hatte sie in das Buch hineingeschaut, das ihre Schwester las, aber es hatte keine Bilder oder Gespräche darin“ (wörtliche Wiedergabe, Latinum Institute)
Alice sitzt mit ihrer Schwester am Ufer, und ihr ist langweilig. Der erste Satz des Buches stellt in einem einzigen Atemzug die Lage vor: eine Person, die müde wird, eine Schwester, die liest, ein Buch ohne Bilder. Noch geschieht nichts, aber Alice ist im Begriff, sich zu verändern, und genau diesen Übergang nennt "get". Gleich danach läuft das weiße Kaninchen vorbei, und Alice folgt ihm in den Bau.
"Was beginning to get very tired" – Die Zeile ist ein Beispiel für "get" + Eigenschaftswort (Teil D, Punkt 4). Carroll hätte auch "was beginning to become very tired" schreiben können, aber "become" klingt schwerer und förmlicher. "Get" ist das natürliche Wort für einen kleinen, gewöhnlichen Wechsel des Zustands, und der Satz klingt wie ein Gedanke, nicht wie ein Bericht. Die Wendung "beginning to get" macht den Wechsel zudem langsam: Alice ist noch nicht müde, sie wird es gerade. Das Deutsche sagt das mit einem Wort, „allmählich“, und hat dafür das Hilfsverb „werden“.
"Tired of sitting" – Nach "tired of" steht die -ing-Form, nicht die Grundform (vgl. Teil D, Punkt 12: "get used to working"). Das Deutsche sagt „müde davon, zu sitzen“ oder „es leid sein, zu sitzen“. Das "of" gehört zu "tired" (Lektion 5), nicht zu "get".
"By her sister" – Hier steht "by" für „neben“ (Lektion 32, Teil D, Punkt 6): Die Schwester sitzt unmittelbar daneben. "On the bank" heißt „am Ufer“ (auch „an der Böschung“); "bank" ist hier nicht die Bank, in der man Geld hat.
"Of having nothing to do" – "Nothing to do" ist „nichts zu tun“; das Englische hat nach "nothing" eine Grundform mit "to" (Lektion 12). Der Doppelpunkt führt zu einer Erklärung: Alice hat ein- oder zweimal in das Buch geschaut, aber es hat weder Bilder noch Gespräche. Im Text folgt unmittelbar darauf Alices Gedanke: "and what is the use of a book," thought Alice "without pictures or conversations?" („und wozu ist ein Buch gut, ohne Bilder oder Gespräche?“).
"She had peeped into the book" – "Had peeped" ist das Plusquamperfekt: Es war schon vorher geschehen, bevor Alice müde wurde. "Peeped into" heißt „kurz hineinschauen“. "Her sister was reading" ist die Verlaufsform: Die Schwester liest gerade.
- "Was beginning to get very tired" – Verlaufsform der Vergangenheit von "begin" (Lektion 2: "was" + -ing) mit der Grundform nach "to" (Lektion 12); "get" + "very tired" = sehr müde werden; "very" = sehr. - "Of sitting by her sister on the bank" – "of" + -ing-Form nach "tired"; "sitting" = Sitzen; "by" = neben (Lektion 32); "on the bank" = am Ufer. - "And of having nothing to do" – wieder "of" + -ing-Form, parallel zu "of sitting"; "having" = Haben (Lektion 11); "nothing to do" = nichts zu tun. - "Once or twice she had peeped into the book" – "once" = einmal, "twice" = zweimal, "or" (Lektion 31); "had peeped" = Plusquamperfekt; "into" = in … hinein. - "The book her sister was reading" – Ein Relativsatz ohne "that": "the book (that) her sister was reading" = das Buch, das ihre Schwester las. Das Deutsche braucht „das“; das Englische darf das Wort weglassen, wenn es das Objekt ist. - "But it had no pictures or conversations in it" – "no" = kein; "or" verbindet zwei Dinge; "in it" steht am Ende und bezieht sich auf das Buch (Lektion 7, "in"). - Das Wort "get" steht in diesem Ausschnitt einmal, in der Verbindung "get very tired": Es nennt den langsamen Wechsel des Zustands, hier mit "begin" und im Deutschen mit „allmählich werden“.
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Martha ist Studentin und will ihren Freund Tom in Bristol besuchen. Die Erzählung begleitet sie an einem langen Tag, vom Aufstehen bis zur Ankunft. Fast jeder Satz enthält "get", und an ihnen sieht man die Verwendungen: das Aufstehen und Anziehen ("got up", "got dressed"), das Holen ("got her bag", "got a ticket"), das Bekommen ("got a seat", "got her message"), den Wechsel des Zustands ("got wet", "got slower and slower", "got worried", "got warm"), das Ankommen ("get to Bristol", "get there", "got here") und die Aufforderungen ("Get in", "Let us get home and get some tea").
33.16 Martha Martha got stand up auf at um six sechs because weil her ihr train Zug left fuhr at um eight acht
33.17 She Sie got wurde dressed angezogen quickly schnell and und got holte her ihre bag Tasche
33.18 It Es was war raining regnete and und she sie got wurde wet nass at an the der bus Bus stop Haltestelle
33.19 At Am the [–] station Bahnhof she sie got holte a eine ticket Fahrkarte from vom the [–] machine Automaten
33.20 The Der train Zug was war full voll but aber she sie got bekam a einen seat Platz by am the [–] window Fenster
33.21 When Wann do [–] we wir get kommen-an to in Bristol Bristol she sie asked fragte a einen man Mann
33.22 We Wir get kommen there dort at um noon Mittag but aber trains Züge often oft get werden delayed verspätet on auf this dieser line Strecke he er said sagte
33.23 The Der train Zug got wurde slower langsamer and und slower langsamer and und then dann it er stopped hielt-an
33.24 Martha Martha got wurde worried besorgt and und got holte her ihr phone Handy out heraus of aus her ihrer bag Tasche
33.25 I Ich will werde get ankommen to bei Tom's Tom late spät she sie wrote schrieb
33.26 Tom Tom soon bald got bekam her ihre message Nachricht and und got stieg in in his sein car Auto
33.27 Finally Endlich the der train Zug started fuhr-an again wieder and und it er got kam-an to in Bristol Bristol at um two zwei
33.28 Tom Tom was war at am the [–] station Bahnhof Get Steig in ein it es is ist getting wird cold kalt he er said sagte
33.29 I Ich am bin glad froh you du got kamst here hier safely sicher said sagte Tom Tom
33.30 Yes Ja let lass us uns get fahren home nach-Hause and und get holen some etwas tea Tee said sagte Martha Martha At Endlich last [–] she sie got wurde warm warm
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33.16 Martha got up at six because her train left at eight. Martha stand um sechs Uhr auf, weil ihr Zug um acht fuhr.
33.17 She got dressed quickly and got her bag. Sie zog sich schnell an und holte ihre Tasche.
33.18 It was raining, and she got wet at the bus stop. Es regnete, und sie wurde an der Bushaltestelle nass.
33.19 At the station she got a ticket from the machine. Am Bahnhof holte sie sich eine Fahrkarte vom Automaten.
33.20 The train was full, but she got a seat by the window. Der Zug war voll, aber sie bekam einen Platz am Fenster.
33.21 "When do we get to Bristol?" she asked a man. „Wann kommen wir in Bristol an?“, fragte sie einen Mann.
33.22 "We get there at noon, but trains often get delayed on this line," he said. „Wir sind um Mittag dort, aber auf dieser Strecke haben Züge oft Verspätung“, sagte er.
33.23 The train got slower and slower, and then it stopped. Der Zug wurde immer langsamer, und dann hielt er an.
33.24 Martha got worried and got her phone out of her bag. Martha machte sich Sorgen und holte ihr Handy aus der Tasche.
33.25 "I will get to Tom's late," she wrote. „Ich komme spät bei Tom an“, schrieb sie.
33.26 Tom soon got her message and got in his car. Tom bekam bald ihre Nachricht und stieg in sein Auto.
33.27 Finally the train started again, and it got to Bristol at two. Endlich fuhr der Zug wieder an, und um zwei Uhr kam er in Bristol an.
33.28 Tom was at the station. "Get in, it is getting cold," he said. Tom war am Bahnhof. „Steig ein, es wird kalt“, sagte er.
33.29 "I am glad you got here safely," said Tom. „Ich bin froh, dass du gut hier angekommen bist“, sagte Tom.
33.30 "Yes, let us get home and get some tea," said Martha. At last she got warm. „Ja, lass uns nach Hause fahren und Tee holen“, sagte Martha. Endlich wurde ihr warm.
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33.16 Martha got up at six because her train left at eight.
33.17 She got dressed quickly and got her bag.
33.18 It was raining, and she got wet at the bus stop.
33.19 At the station she got a ticket from the machine.
33.20 The train was full, but she got a seat by the window.
33.21 "When do we get to Bristol?" she asked a man.
33.22 "We get there at noon, but trains often get delayed on this line," he said.
33.23 The train got slower and slower, and then it stopped.
33.24 Martha got worried and got her phone out of her bag.
33.25 "I will get to Tom's late," she wrote.
33.26 Tom soon got her message and got in his car.
33.27 Finally the train started again, and it got to Bristol at two.
33.28 Tom was at the station. "Get in, it is getting cold," he said.
33.29 "I am glad you got here safely," said Tom.
33.30 "Yes, let us get home and get some tea," said Martha. At last she got warm.
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Die Erzählung zeigt "get" beim Aufstehen und Anziehen (33.16, 33.17), beim Holen (33.17, 33.19, 33.24), beim Bekommen (33.20, 33.26), beim Wechsel des Zustands (33.18, 33.23, 33.24, 33.30), beim Ankommen (33.21, 33.22, 33.25, 33.27, 33.29), beim Geschehen mit Partizip (33.22) und in der Aufforderung (33.28, 33.30). Zusammen mit den Beispielen 33.1–33.15 ergibt das die wichtigsten Verwendungen.
- "Martha got up at six because her train left at eight." (33.16): "Got up" ist das Partikelverb in der Vergangenheit (Punkt 8); das Deutsche trennt „stand … auf“. "At six" – "at" (Lektion 26) steht bei Uhrzeiten; das Deutsche sagt „um sechs Uhr“. "Because" (Lektion 64) leitet einen Nebensatz ein, und das Englische behält die Wortstellung des Hauptsatzes: "because her train left", das Deutsche stellt das Verb ans Ende („weil ihr Zug fuhr“). "Left" ist das Präteritum von "leave". - "She got dressed quickly and got her bag." (33.17): "Got dressed" = "get" + Partizip (Punkt 6), „zog sich an“; das Deutsche hat ein Reflexivverb, das Englische kein „sich“. "Dressed" ist hier das Partizip von "dress". "Got her bag" = holte ihre Tasche (Punkt 3). Zweimal "got" in einem Satz mit zwei Bedeutungen; "quickly" steht hinter dem Partizip. - "It was raining, and she got wet at the bus stop." (33.18): "Was raining" ist die Verlaufsform der Vergangenheit: Es regnete gerade. "Got wet" = "get" + Eigenschaftswort (Punkt 4), „wurde nass“. "Bus stop" ist ein zusammengesetztes Hauptwort in zwei Wörtern; "at the bus stop" = an der Bushaltestelle (Lektion 26). - "At the station she got a ticket from the machine." (33.19): "Got a ticket" = holte sich eine Fahrkarte (Punkt 3), mit einem Gegenstand; das Deutsche braucht „sich“, das Englische nicht. "From the machine" nennt die Quelle (Lektion 29, "from"); das Deutsche sagt „am Automaten“ oder „vom Automaten“. "At the station" steht am Anfang, vor dem Subjekt. - "The train was full, but she got a seat by the window." (33.20): "Got a seat" = bekam einen Platz (Punkt 2). "By the window" = unmittelbar am Fenster (Lektion 32). "But" (Lektion 23) setzt den Gegensatz. "Full" bleibt ungebeugt; das Deutsche hat „voll“ ebenfalls ungebeugt als Aussage. - "'When do we get to Bristol?' she asked a man." (33.21): Die Frage mit "do" (Punkt 1): "When do we get …?" "Get to Bristol" mit "to" vor einem Ortsnamen (Punkt 5); das Deutsche sagt „in Bristol ankommen“, mit „in“. "She asked a man" steht hinter der Frage; "asked" ist das Präteritum von "ask". - "'We get there at noon, but trains often get delayed on this line,' he said." (33.22): "Get there" ohne "to" (Punkt 5); das Deutsche sagt „sind dort“ oder „kommen dort an“. "Get delayed" = "get" + Partizip (Punkt 6), „sich verspäten“, „aufgehalten werden“. "Often" steht vor dem Vollverb. "At noon" = um Mittag; "on this line" = auf dieser Strecke (Lektion 18). "We get there" in der Gegenwart nennt hier den Fahrplan. - "The train got slower and slower, and then it stopped." (33.23): "Got slower and slower" = "get" + Komparativ (Punkt 4), „wurde immer langsamer“; die Verdopplung des Komparativs ist im Englischen das Zeichen für „immer“ (wie "better and better"). "Then" nennt die Folge. "It stopped" mit "it" für den Zug (Lektion 10); das Deutsche sagt „er“, weil „der Zug“ männlich ist. - "Martha got worried and got her phone out of her bag." (33.24): "Got worried" = besorgt werden (Punkt 4 und 6); "worried" ist das Partizip von "worry", wird aber wie ein Eigenschaftswort gebraucht. "Got her phone out of her bag" = "get" + Gegenstand + Partikel (Punkt 3 und 8): holte ihr Handy aus der Tasche heraus; "out of" = aus. "Her" steht zweimal; das Deutsche sagt „ihr“ und „ihrer“ nach dem Fall. - "'I will get to Tom's late,' she wrote." (33.25): "Will get" ist die Zukunft (Lektion 40) mit "get" (Punkt 5). "Tom's" steht hier für "Tom's house" (Lektion 26: "at Anna's"): Der Besitz-Fall ohne Hauptwort nennt das Haus der Person. "Late" steht am Ende und heißt „spät“; das Deutsche stellt es früher. - "Tom soon got her message and got in his car." (33.26): "Got her message" = bekam ihre Nachricht (Punkt 2). "Got in his car" = stieg in sein Auto (Punkt 8, "get in"). "Soon" steht vor dem Vollverb. Zwei Bedeutungen in einem Satz, gebunden mit "and" (Lektion 3). - "Finally the train started again, and it got to Bristol at two." (33.27): "Finally" = endlich. "Started again" = fuhr wieder an. "Got to Bristol" = kam in Bristol an (Punkt 5); "at two" = um zwei Uhr. Die Vergangenheit "got" steht hier für ein einmaliges Ereignis. - "Tom was at the station. 'Get in, it is getting cold,' he said." (33.28): "Get in" ist der Imperativ des Partikelverbs "get in" (Punkt 8), „steig ein“; das Deutsche trennt die Vorsilbe ab. "It is getting cold" ist die Verlaufsform (Punkt 4): Es wird gerade kalt. Die zwei kurzen Hauptsätze sind nur durch ein Komma verbunden; in der wörtlichen Rede ist das im Englischen üblich. - "'I am glad you got here safely,' said Tom." (33.29): "Got here" ohne "to" (Punkt 5), „bist hier angekommen“. "Glad" (Lektion 2: "am") + Satz ohne "that"; das Deutsche braucht „dass“. "Safely" ist das Umstandswort zu "safe". "Said Tom" steht nach der wörtlichen Rede (Lektion 25). - "'Yes, let us get home and get some tea,' said Martha. At last she got warm." (33.30): "Let us get home" = „lass uns nach Hause fahren“, mit "get home" ohne "to" (Punkt 5). "Get some tea" = Tee holen (Punkt 3); "some" vor einem nicht zählbaren Hauptwort. "At last she got warm" = endlich wurde ihr warm (Punkt 4); das Deutsche braucht „ihr“ (Dativ), das Englische das Subjekt "she".
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- "get" /ɡet/: kurzes /e/, hartes /ɡ/, klares /t/; nicht „geht“ [ɡeːt], nicht "jet" /dʒet/. - "gets" /ɡets/, "got" britisch /ɡɒt/, amerikanisch /ɡɑːt/, "gotten" amerikanisch /ˈɡɑːtn/, "getting" /ˈɡetɪŋ/. - Im Amerikanischen wird das t in "getting" zwischen Vokalen oft zu einem weichen Zungenschlag: [ˈɡeɾɪŋ]. - Umgangssprachlich "gotta" für "got to": /ˈɡɒtə/; schriftlich nur in Dialogen. - Das g bleibt hart: get, give, gift, girl, egg; weich ist es in gem, gentle, general. - Kein Knacklaut vor einem Vokal: "get up" /ɡe.tʌp/, "get in" /ɡe.tɪn/. - Bei Partikelverben liegt der Ton auf dem kleinen Wort: "get UP", "get IN", "get BACK". - Schreibung: g-e-t; gets, getting (doppeltes t), got, gotten (doppeltes t). Nicht "getted", nicht "gotted", nicht "geht". - Nach "get" + Ort steht "to" nur vor einem Ort mit Artikel oder Namen: get to the station, get to Bristol; nicht vor home, here, there. - Werden vor Eigenschaftswort: "get" (It gets cold); werden vor Hauptwort: "become" oder "be" (She became a doctor). - "Get" + Gegenstand + Partizip heißt „lassen“: "I got my hair cut"; "get" + Person + "to" + Grundform heißt „dazu bringen“. - "Have got" ist britisch und heißt „haben“: "I have got a car"; amerikanisch "I have a car". - Das Partizip: britisch "got", amerikanisch "gotten".
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Course Index: [latinum.substack.com/p/index](https://latinum.substack.com/p/index)